Ein innovativer Ansatz zu antiken religiösen Landschaften
Das Projekt bietet ein integriertes Rahmenkonzept, das historische, archäologische und religionswissenschaftliche Zugänge zu antiken sakralen Landschaften miteinander verbindet. Auf der Grundlage eines strukturierten Arbeitsplans befasst sich das Projekt mit unterschiedlichen Chronotopoi und Fallstudien. Jeder von uns analysierte Ort wird so zu einer Linse auf die sich wandelnden Beziehungen zwischen Menschen, Göttern und der natürlichen Umwelt.


Mit sorgfältiger Aufmerksamkeit für historische Details und einem starken Bekenntnis zu interdisziplinärer Forschung untersucht das Projekt, wie sakrale Landschaften im polytheistischen Mittelmeerraum der Antike gestaltet, erlebt und reguliert wurden.
Dieses Projekt entwickelt einen Zugang zur Erforschung der Religion in der Antike, der die Beziehungen zur Welt, die Ausbildung der kulturellen Landschaft, religiöse Normativität und individuelle Erfahrung in den Vordergrund stellt. Seine Analyse beschränkt sich nicht auf religiöse Überzeugungen und Theologien, sondern untersucht die Praktiken, Räume und Weisen, in denen Individuen versuchten, sinnstiftende Beziehungen zur organischen Natur aufzubauen.
In diesem Sinne baut das Projekt auf einem interdisziplinären Hintergrund auf, der durch die Verknüpfung unterschiedlicher Methoden und theoretischer Ansätze aus der Klassischen Altertumswissenschaft, der Archäologie, der Anthropologie, der Religionswissenschaft und der Soziologie gekennzeichnet ist. Dieser interdisziplinäre Ansatz integriert zudem eine vergleichende Perspektive, die ein besseres Verständnis der Dynamiken von Wandel und Kontinuität in antiken Gesellschaften ermöglicht.

Ein dreijähriges Projekt, in Wien verankert und europaweit vernetzt
HIEROTOPOI ist ein dreijähriges Forschungsprojekt, das am Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt und vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert wird. Das Projekt arbeitet Hand in Hand mit der Forschungsgruppe Antike Religion an der Abteilung für Klassische Studien des ÖAI und baut auf Kooperationen mit Universitäten und Forschungszentren in Österreich, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Spanien auf.
Unser Team
Eine vielseitige Gruppe von Historiker:innen, Archäolog:innen und Religionswissenschaftler:innen, die Fachkompetenzen in Klassischer Altertumswissenschaft, Umweltgeschichte und der wissenschaftlichen Religionsforschung miteinander verbindet.

Dr. Orietta D. Cordovana
Kooperationspartner:in
Universität Kalabrien

Prof. Dr. María Cruz Cardete
Kooperationspartner:in
Universität Complutense Madrid

Prof. Dr. Nickolas P. Roubekas
Kooperationspartner:in
University of Vienna
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Warum heißt das Projekt „HIEROTOPOI“?
HIEROTOPOI ist ein Akronym für den vollständigen englischen Projekttitel Historizing Interrituality with the Environment and Religious Orography in TOPOgraphic Interactions. Im Altgriechischen hieroí tópoi (ἱεροί τόποι) wörtlich „heilige Orte“ und spiegelt damit den Fokus des Projekts auf religiöse Landschaften in der Antike wider.
Wie lange läuft das Projekt?
Das Projekt läuft über drei Jahre und ist am Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien angesiedelt.
Wer koordiniert HIEROTOPOI?
HIEROTOPOI wird von Dr. Ramón Soneira Martínez (Principal Investigator) an der Abteilung »Altertumswissenschaften« des ÖAI koordiniert und geleitet. Das Projekt wird vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert: Grant DOI 10.55776/PAT2141125.
Wird es im Rahmen des Projekts Publikationen und Veranstaltungen geben?
Ja. HIEROTOPOI wird Workshops und internationale Konferenzen organisieren und Aufsätze, Buchkapitel sowie Sammelbände veröffentlichen, nach Möglichkeit in Open Access. Auf dieser Website werden Neuigkeiten zu Veranstaltungen mitgeteilt und die wichtigsten Projektergebnisse sichtbar gemacht.










